Willkommen beim Kompetenznetzwerk "Psychotherapie bei Darmerkrankungen"!

Nachrichten

23. Aug. 2017

55,71 % aller CED-Patienten wünschen eine Psychotherapie

Eine Untersuchung von 578 CED-Patienten an der Medizinischen Universitätsklinik in Tübingen (Dr. med. Thomas Klag und Prof. Dr. Jan Wehkamp) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Psychosomatik (Prof. Dr. Paul Enck und Kollegen) in Tübingen ergab, dass bei der Mehrzahl der Teilnehmer in einer Onlinebefragung die Lebensqualität eingeschränkt ist. Den stärksten Zusammenhang mit einer schlechten LQ hat die Angst vor einer Progression der Krankheit (50 bis 60% der Teilnehmer). Bei CED-Patienten besteht insgesamt ein enormer Bedarf an psychologischer Mitbetreuung...

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Unsere Internetpräsenz soll ein Forum für PsychotherapeutInnen zum Gespräch und Austausch geeigneter Therapieformen bieten und so zu tieferem Verständnis und einer Verbesserung der Situation betroffener Menschen beitragen.

Claus Derra, Georg Tecker, Hermann Federschmidt

Wir sind Autoren eines ganzheitlichen Ratgebers für Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und haben seit langer Zeit Kontakt mit Betroffenen im stationären und ambulanten Bereich.
Auf diesem Wege suchen wir KollegInnen, um uns zu vernetzen und weitere Ziele zu erreichen. Wir sind Praktiker und interessieren uns für die Erfahrungen anderer PraktikerInnen und ForscherInnen. Sie sind also herzlich eingeladen, diesen Raum zu ergänzen, mitzugestalten und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

Unter einer kurzzeitigen Darmerkrankung leidet im Laufe des Lebens mehr oder weniger der größte Teil der deutschen Bevölkerung. Die Symptome Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall verschwinden meist innerhalb der nächsten 14 Tage. Bei CED ist das in der Regel nicht so. "Chronisch" meint in der Schulmedizin eine Erkrankung, die mindest drei Monate andauern muss und im Laufe des Lebens wieder auftreten kann. Menschen mit den Diagnosen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zählen, kommen in den letzten Jahren immer häufiger zu uns in psychotherapeutische Behandlung.

Wir wollen die Möglichkeiten, die eine Psychotherapie bietet, für Betroffene und ihre behandelnden Ärzte bekannt machen und in interdisziplinärer Zusammenarbeit weiterentwickeln. So soll auch die Erforschung von Entstehung und Verlauf der CED neu angeregt werden.